Was bedeutet PUC-Methode bei der Bewertung der Altersversorgung?

Der Begriff PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) bzw. Anwartschaftsbarwertverfahren bezeichnet ein versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren für Verpflichtungen aus betrieblicher Altersversorgung.

  • Seit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wird dieses Verfahren vermehrt auch im deutschen Handelsrecht angewandt.
  • In dem internationalen Rechnungslegungsstandard IAS 19 und in vielen ausländischen Rechnungslegungsstandards FAS 87 (US-GAAP) und FRS 17 (UK-GAAP) ist dieses Verfahren jedoch vorgeschrieben.
  • Beim Anwartschaftsbarwertverfahren wird zu jedem Bewertungsstichtag nur der Teil der Verpflichtung bewertet, der bereits verdient ist.
  • Der Barwert des verdienten Teils der Verpflichtung wird mit Defined Benefit Obligation (kurz DBO) bzw. – nach FAS 87 – Projected Benefit Obligation (kurz PBO) benannt.
  • Der Teil der Verpflichtung, der im nächsten Jahr hinzuverdient wird, wird als Service Cost (Dienstzeitaufwand) bezeichnet.
  • Zusätzlich werden für das folgende Jahr die Interest Cost (Zinsaufwand) und die Expected Payments (erwartete Leistungen) ermittelt.

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