BilMoG Rechnungszins

Durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11.03.2016 wurden die handelsrechtlichen Vorschriften für die Bewertung von Rückstellungen neu geregelt.

Bei der Ermittlung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ist ein Rechnungszinssatz anzuwenden, der dem durchschnittlichen restlaufzeitadäquaten Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre entspricht (§ 253 Abs. 2 HGB). Hierunter fallen die Bewertungen für Pensionszusagen oder auch andere vergleichbare langfristige Verbindlichkeiten. Vereinfachend kann hier nach § 253 Abs. 2 Satz 2 eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt werden. (HGB Zinssatz | 10 Jahresdurchschnitt)

Hiervon ausgenommen sind die sonstigen Rückstellungen. Hierzu zählen unter anderem Altersteilzeitverpflichtungen und Jubiläumsverpflichtungen. Für diese ist weiterhin ein Rechnungszins anzusetzen der einem durchschnittlichen restlaufzeitadäquaten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre entspricht. (HGB Zinssatz | 7 Jahresdurchschnitt)

Der Rechnungszins wird von der Deutschen Bundesbank ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Eine Hochrechnung bietet die Deutsche Bundesbank nicht an. Für ihre mittel- und langfristige Aufwandsplanung hat die GBG deshalb ein Tool entwickelt, dass anhand möglicher Szenarien die zukünftige Entwicklung des HGB-Rechnungszinses herleitet. (HGB Zinssatz | GBG-Prognose)

Eine Übersicht über die bisher von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszinssätze mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren und die GBG-Prognose für eine mögliche weitere Entwicklung dieser Zinssätze bei unterstellter gleichbleibender Situation finden Sie in unserer HGB Zinssatz | Übersicht.

BilMoG Zins
Monat 7-jährig 10-jährig
02.2019 2,26 % 3,12 %
12.2018 2,32 % 3,21 %

zur BilMoG-Zinsprognose

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