#Bewertungsverfahren

Das Bewertungsverfahren beschreibt die versicherungsmathematische Vorgehensweise, mit der Unternehmen den Wert ihrer Pensionsverpflichtungen (Pensionsrückstellungen) für die korrekte Bilanzierung in der Handels- und Steuerbilanz ermitteln.

Es gibt unterschiedliche Verfahren, da die Steuerbilanz dem Stichtagsprinzip folgt und zukünftige Entwicklungen außer Acht lässt, während die Handelsbilanz den zukünftigen Erfüllungsbetrag möglichst realistisch abbilden soll.

Für die steuerliche Bewertung ist ausschließlich das Teilwertverfahren vorgeschrieben, welches den Aufwand durch eine fiktive Prämie gleichmäßig über die Dienstzeit verteilt und keine Trends wie Gehaltssteigerungen berücksichtigt.

In der Handelsbilanz wird hingegen am häufigsten die Projected Unit Credit Method (PUC-Verfahren) angewendet, die notwendige Trendannahmen (z.B. Gehalts- und Rentensteigerungen) in die Schätzung des Barwerts einbezieht.