Gutachten für die Überschuldungsbilanz

Betriebliche Altersversorgung - Überschuldungsbilanz

Wir erstellen Pensionsgutachten für die Überschuldungsbilanz. Um zu Beurteilen ob Insolvenseröffnungsgründen (IDW S11) vorliegen, ist unter anderem zu prüfen, ob eine Überschuldung vorliegt. Bei der Überschuldungsprüfung kommt es nicht nur auf die rechnerische Überschuldung des Unternehmens an, sondern es geht um die Feststellung einer positiven Fortbestehungsprognose (gemäß § 19 Abs. 2 InsO).

Angebot:

Wir unterstützen diese Berechnungen im Bereich der Pensionsverpflichtungen:

  • Pensionsgutachten für die Überschuldungsbilanz zur Erstellung der Zahlungsfähigkeitsprognose
  • und ermitteln den Ablösewert.

Eine Überschuldung eines Unternehmens liegt vor, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt. Weil Pensionsverpflichtungen ungewisse Verbindlichkeiten darstellen, sind diese bei der Betrachtung mit einzubeziehen.

Für die Feststellung einer zukünftigen Überschuldung oder Liquiditätslücke ist ausgehend von der Stichtagsliquidität die gesamte finanzielle Entwicklung des Unternehmens für den Prognosezeitraum in einer Fortbestehensprognose darzustellen. Diese Prognose soll eine Aussage dazu ermöglichen, ob ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, die im Planungszeitraum jeweils fälligen Verbindlichkeiten bedienen zu können. Somit ist sie eine reine Zahlungsfähigkeitsprognose (IDW S 11, Rn. 58).

Pensionsrückstellungen für die Zahlungsfähigkeitsprognose

Dabei sind die Pensionsverpflichtungen mit dem so genannten Ablösewert zu bewerten. Zur Gewährleistung eines vollständigen Schuldenausweises sind die Pensionsverpflichtungen sowohl für mittelbare als auch für unmittelbare Verpflichtungen in vollem Umfang anzusetzen. Dies gilt auch, wenn in der Handelsbilanz zum Stichtag von dem Wahlrecht nach Art 28 Abs. 1 EGHGB Gebrauch gemacht wird.

Minderungen der Pensionsansprüche der Arbeitnehmer aufgrund der eingetretenen Notlage des Unternehmens werden erst berücksichtigt, wenn eine entsprechende Vereinbarungen getroffen wurde oder es rechtlich außer Frage steht, dass die Voraussetzungen für eine Kürzung der Pensionsansprüche erfüllt sind. Soweit bei der Aufstellung die Entlassung von Arbeitnehmern zu berücksichtigen ist, deren Pensionsansprüche noch nicht unverfallbar sind, sind diese in die Rückstellungsberechnung nicht mehr einzubeziehen. Sobald die Ansprüche der zu entlassenden Arbeitnehmer unverfallbar sind, sind sie mit ihrem Barwert anzusetzen.

Hingegen gibt es bezüglich der Höhe des zugrunde zu legenden Rechnungszinssatzes für die Bestimmung des Ablösewertes keine Vorgaben.

Rückdeckungsversicherungen

Wie sind Rückdeckungsversicherungen zu beachten? Aus einer Rückdeckungsversicherung ist zunächst nur die Gesellschaft als Versicherungsnehmer leistungsberechtigt. Wird über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet, sind die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung Teil der Insolvenzmasse. Bei einer Verpfändung ist dies nicht der Fall.

Das versicherungsmathematische Gutachten der GBG beinhaltet u.a. die folgenden Angaben:

  • Kurzbeschreibung der zu bewertenden Versorgungsverpflichtungen
  • Bewertungsannahmen und Berechnungsdurchführung
  • Berechnungsergebnis – (Zahlungsbetrag, Ablösewert)
  • Beschreibung der Vertragsgrundlagen und der allgemeinen Bilanzierungsgrundsätze
  • Darstellung der verwendeten Formeln
  • Ergebnisse (Zusammenstellung, Einzelnachweis)