Gutachten für Deputatverpflichtungen | Deputatgutachten

Gutachten für Deputatverpflichtungen - Deputatgutachten

Die GBG erstellt Gutachten für Deputatverpflichtungen und Energiebeihilfen | Deputatgutachten. Grundlage für das versicherungsmathematische Gutachten ist eine Deputatvereinbarung.

In einigen Unternehmen erhalten die Mitarbeiter*innen neben der Lohn- und Gehaltszahlung Sachleistungen als zusätzlichen Gehaltsbestandteil.

Bekanntes Beispiel hierfür ist die im Steinkohle-Bergbau vereinbarte „Deputat-Kohle“. Demzufolge ist dieser „Hausbrand“ auf Bezugsschein eine Sachleistung für die Kumpel und ihre Familien, die es zu Hause warm haben sollten. Jedoch nach dem Ende des Bergbaus in Deutschlands geht auch die Ära dieser Naturalleistung zu Ende. Allerdings bleibt der Anspruch auf eine entsprechende Geldleistung bestehen.

Weitere Beispiele für zusätzliche Deputatleistungen finden sich in der Chemie-, Energiewirtschaft oder auch bei Verkehrsunternehmen. Somit ist es hier oft üblich, dass Betriebsrentner weiterhin kostenlose oder rabattierte Produkte erhalten, wie bspw. Strom, Gas, Freifahrt in Verkehrsmitteln, Firmentickets.

Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil zur Verfassungsbeschwerden gegen Streichung der Deputat-Kohle für Bergleute (Beschluss vom 20.02.2020; Az.: 1 BvR 2071/18 uA) noch einmal bekräftigt, dass diese Deputatleistungen eine Leistung der betrieblichen Altersversorgung ist, auf Grund der erbrauchten Betriebstreue. Allerdings nur wenn diese Sozialleistungen Versorgungszwecken dienen, also auf Grund des Eintritts eines Leistungsfalles (Alter, Invalidität, Tod) zu gewähren sind. Dies gilt unabhängig davon, ob die Deputatlistungen bereits während der aktiven Dienstzeit erbracht worden sind.

Bilanzierung der Deputatverpflichtung

Demzufolge richtet sich die handels- und steuerbilanzielle Behandlung nach den gleichen Regelungen wie für Pensionsverpflichtungen. Infolgedessen ist bei der Bewertung der zu berücksichtigende handelsrechtliche Rechnungszinssatz pauschal mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 HGB) anzusetzen. Die bereits veröffentlichen Rechnungszinssätze sowie die GBG-Rechnungszinsprognose finden Sie auf den Seite: HGB Zinssatz | GBG-Prognose

Weiterhin sind für die steuerliche Bewertung die Regelungen des § 6a EStG zu beachten. Deshalb ist ein Rechnungszins von 6,00 % anzusetzen.

Diese Komponenten enthält das Deputatgutachten.

Unser Angebot

GBG Pensionszusagen Pensionsgutachten

Wir erstellen Deputatgutachten für den Jahresabschluss

und ermitteln die Deputatrückstellung

  • für die Handelsbilanz (§§ 249, 253 HGB)
  • für die Steuerbilanz (gemäß § 6a EStG)
  • nach kommunalen Bewertungsvorschriften (NKF)
  • nach internationalen Bewertungsvorschriften (IFRS/US-GAAP/FRS)

Ungeachtet der gesetzlich stark reglementiert Bewertungsvorschriften, gibt es einige Möglichkeiten bei der Wahl der Bewertungsparameter. Wir können Ihnen den Gestaltungsspielraum aufzeigen und entsprechende Ergebnisanalysen darstellen.

Die Deputatleistungen unterliegen als Geldleistung der Preissteigerungsrate. Deswegen erstellen wir für den Wirtschaftsplan und die Finanzplanung Planungsrechnungen für die Rückstellungsentwicklung. Hiermit können Sie im Vorfeld die Belastungen und Auswirkungen auf Ihre Unternehmensbilanz besser einschätzen und planen. Sie erhalten Transparenz im Cashflow, der Liquidität und im Controlling.

Gliederung des Deputatgutachtens

Unser versicherungsmathematisches Gutachten für Deputatverpflichtungen beinhaltet u.a. die folgenden Angaben:

  • Kurzbeschreibung der zu bewertenden Deputatvereinbarung
  • Bewertungsannahmen und Berechnungsdurchführung
  • Deputatrückstellungen für die Handelsbilanz (Erfüllungsbetrag, Zinsaufwand, Aufwand durch die Zinssatzänderung, Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB)
  • Berechnungsergebnis – Steuerbilanz (steuerlicher Teilwert)
  • Beschreibung der Deputatzusagen und der allgemeinen Bilanzierungsgrundsätze
  • Darstellung der verwendeten mathematischen Formeln
  • Ergebnisse (Zusammenstellung, Einzelnachweis) Deputatrückstellungen
  • Informationen zu Verteilungsbeträgen bei der Nutzung von Bilanzierungswahlrechten
  • Darstellung nach internationalen Bewertungsvorschriften