Versorgung der Gesellschafter-Geschäftsführer*innen

Die Sonderstellung der Gesellschafter-Geschäftsführer*innen (GGF) spiegelt sich auch im Bereich der betrieblichen Altersversorgung wider.

Aus der gesetzlichen Rentenversicherung haben GGF in der Regel einen geringen oder nur unzureichenden Rentenanspruch. Somit steigt die Erwartung an eine angemessene betriebliche Altersversorgung. Auf Grund der Doppel-Funktion, die GGF innehaben, hat der Gesetzgeber enge Grenzen und Spielräume vorgegen, unter welchen Voraussetzungen eine betriebliche Altersversorgung für diesen Personenkreis akzeptiert wird. Diese erlassenen Vorschriften sind nicht nur zum Zeitpunkt der Neueinrichtung einzuhalten, sondern während der gesamten Laufzeit der Vereinbarung, um eine verlässliche Zukunftsabsicherung im Alter, bei Invalidität und Tod zu erreichen. Denn der GGF hat nicht nur die organschaftliche Funktion für das Unternehmen als Geschäftsführer sondern ist auch (Mit-) Eigentümer der Gesellschaft.

Da die betriebliche Altersversorgung von vielen anderen gesetzlichen Vorschriften (Steuerrecht, Sozialversicherungsrecht, Arbeitsrecht, …) und deren Veränderungen tangiert wird, verändern sich stetig die Rahmenbedingungen. Deshalb ist es wichtig, die bestehenden Versorgungszusagen im Zeitablauf regelmäßig zu überprüfen.

Ein besonderes Augenmerk ist auf die Finanzierung / Ausfinanzierung der Versorgungszusage zu legen. Denn im Zeitablauf besteht die Gefahr, dass sich z.B. die gewählte Finanzierung nicht wie gewünscht entwickelt oder die bilanzielle Bewertung des Verpflichtungsumfangs ungeplant ansteigt. Letzteres wird beispielsweise durch die anhaltende Niedrigzinsphase oder durch die steigende Lebenserwartung ausgelöst. Es könnte somit der Wunsch nach einer Begrenzung oder Herabsetzung (Teilverzicht) der Versorgungsleistung bestehen, damit die reservierten Finanzmittel im Einklang mit dem Verpflichtungsumfang (Bilanzwert) sind.

Ebenso hat eine positive Unternehmensentwicklung, wie die Übertragung von Unternehmensanteilen, Betriebsaufspaltung, Zukäufe ggf. einen Einfluss auf die Versorgungszusage. Umso mehr gilt dies natürlich auch für eine negative Unternehmensentwicklung, den Verkauf oder die Insolvenz. Hier sind besondere Bewertungen vorzunehmen, bei denen der GBG-Service Sie gerne unterstützt.

Je näher der Ruhestand kommt, wird der Wunsch nach vorzeitiger Beendigung, alternativen Auszahlungsmöglichkeiten oder Begrenzung auf die vorhandenen finanziellen Mittel größer. Falls dies nicht frühzeitig in der Versorgungszusage entsprechend geregelt wurde, führt es regelmäßig zu Konflikten mit der Finanzverwaltung.

Wird das Unternehmen verkauft oder an die nächste Generation übergeben, kann es sinnvoll werden, eine Zusage anzupassen oder auszulagern, weil z.B. die Aussicht der Zahlung einer lebenslangen Rente das Käuferinteresse erheblich einschränken kann.

Hierbei ist zu beachten, dass einige Veränderungen oder Anpassungen der Versorgungszusage vom Gesetzgeber als größerer Eingriff angesehen werden und hierdurch einer Neuzusage gleichkommen. Deshalb ist stets der reichhaltige GGF-Zusagen Anforderungskatalog zu beachten.

Die sich ergebenden Fragen können wir gemeinsam mit Ihnen lösen. Um für Sie eine rechtssichere betriebliche Altersversorgung zu erreichen, stehen wir Ihnen gerne als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung.

Als Rentenberater mit Erlaubnis nach § 10 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 RDG können wir Ihnen eine fundierte Rechtsberatung bieten.