Betriebliche Altersversorgung - Unterstützungskasse

Die GBG erstellt Gutachten für Unterstützungskassen (U-Kassen). Dieses prüft die jährlich nachzuweisende Erfüllung von steuerlichen Vorschriften. Demnach müssen die Vorgaben für die Anerkennung der U-Kasse als „Soziale Einrichtung“ und darüber hinaus weitere Vorgaben erfüllt sein, damit die Beiträge zur Unterstützungskasse als Betriebsausgaben absetzbar sind.

Anerkennung der U-Kasse als „Soziale Einrichtung“

Unterstützungskassen sind nur dann von der Körperschaftsteuer befreit, wenn der Betrieb der Kasse nach dem Geschäftsplan und nach Art und Höhe der Leistungen eine „Soziale Einrichtung“ darstellt.

  • Das Vermögen der Unterstützungskasse muss ausschließlich, unmittelbar und dauerhaft für die Zwecke der Kasse gesichert sein.
  • Das Kassenvermögen überschreitet das zulässige Vermögen um nicht mehr als 25 %.
  • Den Leistungsempfängern oder aber der Arbeitnehmervertretung ist ein Mitspracherecht bei Fragen der Vermögensverwaltung einzuräumen.
  • Die Leistungsempfänger dürfen sich in der Mehrzahl nicht aus dem Unternehmer oder dessen Angehörigen und bei Gesellschaften in der Mehrzahl nicht aus den Gesellschaftern oder deren Angehörigen zusammensetzen.
  • Die Leistungsempfänger dürfen nicht zu laufenden Beiträgen oder sonstigen Zuschüssen verpflichtet sein.
  • Die Leistungshöhe ist begrenzt durch gesetzliche Höchstbeträge.
  • Im Falle der Auflösung der Unterstützungskasse dürfen die frei werdenden Gelder ausschließlich den Leistungsempfängern oder deren Angehörigen oder wohltätigen Zwecken zufließen.

Abzugsfähigkeit der Beiträge als Betriebsausgaben

Die Unterstützungskasse stellt einen der möglichen Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung dar. Für die steuerliche Anerkennung der Beiträge zur U-Kasse als Betriebsausgaben sind die Vorschriften des § 4d Einkommensteuergesetz (EStG) zu überprüfen.

  • Die Höhe des zulässigen Kassenvermögens ist gesetzlich geregelt und abhängig davon, ob die Unterstützungskasse pauschal finanziert wird oder die Leistungen voll oder partiell rückgedeckt werden.
  • Das tatsächliche Kassenvermögen darf das zulässige Kassenvermögen nur begrenzt überschreiten.
  • Die Zuwendungen des Trägerunternehmens an die U-Kasse dürfen daher bestimmte Höhen nicht überschreiten, um als Betriebsausgaben geltend gemacht werden zu können.

Lastwertgutachten für das Trägerunternehmen

Wir erstellen Lastwertgutachten. Diese werden für den Ausweis der mittelbaren Pensionsverpflichtung im Anhang zur Bilanz beim Trägerunternehmen benötigt.

Das Unternehmen (Trägerunternehmen), das seinen Mitarbeiter*innen eine betriebliche Altersversorgung erteilt und diese über eine U-Kasse abwickelt, muss die Versorgungsverpflichtung im Anhang zur Bilanz ausweisen. Weil es sich handelsrechtlich um eine unmittelbare Pensionsverpflichtung handelt, besteht gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB ein Wahlrecht für die Angabe des handelsrechtlichen Lastwertes (Unterdeckung). Hierzu ist die Differenz zwischen dem handelsrechtlichen Wert der bestehenden „sonstigen Verpflichtungen“ und dem Vermögen der Unterstützungskasse zu ermitteln.

Auslagerung von Pensionszusagen

Eine Möglichkeit für die Auslagerung von unmittelbaren Pensionszusagen ist die Übertragung der Pensionszusage auf eine Unterstützungskasse.

Unser Angebot

GBG Pensionsgutachten Erste Seite

Gutachten für Unterstützungskassen

Die erstellten Pensionsgutachten für die unmittelbaren Pensionsverpflichtungen ermöglichen eine fachgerechte

  • Überprüfung der Vorgaben für die Steuerfreiheit der Unterstützungskasse (§ 5 Abs. 1 Nr. 3 i.V.m. §§ 2 u. 3 KStDV)
  • Anerkennung als „Soziale Einrichtung“(§ 1 KStDV; vgl. auch BFH Urteil vom 18.7.1990, I R 22-23/87, BStBl II 1990, 1088)
  • Ermittlung des Betriebsausgabenabzugs für die Trägerunternehmen (§ 4d EStG)

Ermittlung der Beitragsbemessungsgrundlage für die gesetzliche Insolvenzsicherung.
Kurztestat für den Pensionssicherungsverein PSVaG gemäß §§ 10, 11 BetrAVG.

Lastwertgutachten für mittelbare Pensionsverpflichtungen

Auf Grund der Subsidiärhaftung des Arbeitgebers auch bei Einschaltung einer Unterstützungskasse für die erteilte Pensionszusage erstellen wir Lastwertgutachten für das Trägerunternehmen. Nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB ein generelles Passivierungswahlrecht. Jedoch ist die Verpflichtung zu quantifizieren.

  • Bewertung der mittelbaren Pensionsverpflichtung  für den Jahresabschluss; Bewertung der Unterdeckung (Anhang zur Bilanz – Ausweis bei Kapitalgesellschaften gemäß Artikel 28 Abs. 2 EGHGB)

Für den Wirtschaftsplan und die Finanzplanung erstellen wir Planungsrechnungen aus Sicht der Unterstützungskasse und aus Sicht des Trägerunternehmens. Hierdurch können Sie die zukünftigen Belastungen und Auswirkungen auf Ihre Unternehmensbilanz sowie auf die Unterstützungskasse besser einschätzen und planen.

Auslagerung von Pensionsverpflichtungen

Eine Gestaltungsmöglichkeit für die Auslagerung von Pensionsverpflichtungen ist die Übertragung der Pensionsverpflichtungen auf einen Pensionsfonds.

Hierfür ist es u. A. notwendig jede einzelne Anwartschaft auf Versorgungsleistungen in einen bereits erdienten Anteil („Past Service“) und in einen noch erdienbaren Anteil („Future Service“) aufzuteilen. Weitere Gestaltungsmöglichkeiten unter Auslagerung von Pensionsverpflichtungen.

Diese Aufteilung können wir in einem entsprechenden Gutachten darstellen.