Gutachten für Pensionskassen in wirtschaftlicher Not

Betriebliche Altersversorgung - Pensionskasse in Notlage
Wir erstellen Gutachten für Pensionskassen in wirtschaftlicher Not / Arbeitgeber in der Haftung

Im Zuge der anhaltenden von niedrigen Zinsen geprägten Entwicklung an den Kapitalmärkten geraten viele Pensionskassen zunehmend unter Druck. Die zugesagten Versorgungsleistungen der Pensionskasse beruhen oft auf garantierten Zinsversprechungen, die aufgrund der niedrigen Zinsen nicht mehr erwirtschaftet werden können. Wird die Pensionskasse nicht rechtzeitig mit ausreichenden Finanzierungsmitteln unterstützt, muss diese die Leistungen kürzen. Bei Pensionskassen in der Rechtsform des Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) enthält die Satzung meist eine Sanierungsklausel im Sinne von § 233 Abs. 1 Nr. 1 VAG, die eine Kürzung der Versorgungsleistungen ermöglicht.

Soweit eine Pensionskasse in wirtschaftlicher Not ist und nicht mehr in der Lage ist, die zugesagten Leistungen an die Arbeitnehmer*innen zu erbringen, kann sie – wenn ihre Satzung dies zulässt – formal beschließen, die Leistungen zu kürzen. In der Folge tritt dann die sogenannte Arbeitgeberhaftung ein. Der Arbeitgeber ist hier stets subsidiär in der Haftung (Nachschusspflicht). Fällt die von ihm beauftragte Pensionskasse aus, muss er dafür sorgen, dass die Versorgungsberechtigten weiterhin die volle Versorgungsleistung erhalten. Folglich muss der Arbeitgeber eine etwaige Differenz gegenüber dem Versorgungsberechtigten ausgleichen.

Eine  Leistungskürzung durch die Pensionskasse betrifft in der Regel den noch zu erdienenden Anteil der betrieblichen Altersversorgung (Future Service) der Anwärter*innen. Der bereits erdiente Anteil (Past Service) und die laufenden Renten sind seltener betroffen. Somit haftet der Arbeitgeber für die noch zu erdienenden Versorgungsanteile.

Bilanzauswirkungen

Für Arbeitgeber zeigen sich in der Praxis in der Regel zwei alternative Handlungsoptionen:
1. Alternative: Sonderzuwendung des Arbeitgebers

In einigen Fällen besteht die Möglichkeit der Sonderzuwendung des Arbeitgebers gegenüber der Pensionskasse. Indem der Arbeitgeber einen Sonderbeitrag zahlt, bleibt das Leistungsniveau der Pensionskasse erhalten oder es wird wieder hergestellt.

2. Alternative: Arbeitgeber erteilt eine Pensionszusage über den Differenzbetrag

Über den Differenzbetrag, den die Pensionskasse nicht mehr finanzieren kann, erteilt der Arbeitgeber eine zusätzliche Pensionszusage. Für diesen Anteil gelten dann die gleichen Regeln wie für eine Direktzusage.

Auswirkungen auf die Bilanz / Anhang zur Bilanz

Für den Arbeitgeber resultieren aus den Handlungsoptionen auch bilanzielle Effekte. Bisher musste er für die bestehenden Versorgungszusagen keine Pensionsrückstellungen in der Bilanz bilden, da er die vollständige Abwicklung über die Pensionskasse, also einen externen Versorgungsträger vorgesehen hatte. Er zahlte die Pensionskassenbeiträge als abzugsfähige Betriebsausgabe und lagerte das biometrische Risikomanagement an die Pensionskasse aus.

Durch die wirtschaftliche Notlage der Pensionskasse ändert sich dies ein wenig. Zwar muss der Arbeitgeber laut Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) noch nicht direkt eine Rückstellung bilden, wenn das bei der Pensionskasse vorhandene Vermögen zur Deckung nicht mehr ausreicht, jedoch wäre der Fehlbetrag in diesem Falle bereits vom Arbeitgeber im Anhang der Bilanz anzugeben, um das Haftungsrisiko ersichtlich zu machen. Sobald der Arbeitgeber im Weiteren aus der Subsidiärhaftung in Anspruch genommen wird, muss er seine Einstandspflicht in Höhe des Fehlbetrages auch bilanzieren, so als hätte er eine unmittelbare Versorgungszusage erteilt. Für die Bilanzierung in der Steuerbilanz ist zusätzlich erforderlich, dass der Fehlbetrag vertraglich fixirt wird. Eine Bilanzierung würde entfallen, wenn der Arbeitgeber zur Deckung des Fehlbetrages eine Lösung über eine andere Pensionskasse fände.

Unser Angebot:

Wir erstellen Pensionsgutachten für den Jahresabschluss für den Anhang zur Bilanz des Trägerunternehmens, wenn bei der Pensionskasse das vorhandene Vermögen nicht ausreicht (Haftungsrisiko)

Gutachten über den Ausweis der Unterdeckung der Pensionskasse im Anhang zur Bilanz

  • Kapitalgesellschaften (Artikel 28 Abs. 2 EGHGB)
  • für die Handelsbilanz (BilMoG)
  • nach kommunalen Bewertungsvorschriften (NKF)
  • nach internationalen Bewertungsvorschriften (IFRS/US-GAAP/FRS)

Wir zeigen Ihnen auf welche Gestaltungsmöglichkeiten Sie haben.

Für den Wirtschaftsplan erstellen wir Prognosebewertungen für die Planungsrechnung.

Unser versicherungsmathematisches Gutachten beinhaltet die u.a. die folgenden Angaben:
  • Kurzbeschreibung der zu bewertenden Versorgungsverpflichtungen (Fehlbetrag)
  • Bewertungsannahmen und Berechnungsdurchführung
  • Berechnungsergebnis – Handelsbilanz (Erfüllungsbetrag, Zinsaufwand, Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB)
  • Beschreibung der Vertragsgrundlagen und der allgemeinen Bilanzierungsgrundsätze
  • Darstellung der verwendeten Formeln
  • Ergebnisse (Zusammenstellung, Einzelnachweis)
  • Informationen zu Verteilungsbeträgen bei der Nutzung von Bilanzierungswahlrechten
Unser Angebot:

Wir erstellen Pensionsgutachten für den Jahresabschluss für die Bilanz des Trägerunternehmens, wenn der Arbeitgeber den Fehlbetrag der Pensionskasse als Leistung zugesagt hat (Direktzusage, Schriftform)

Bewertung der Pensionsverpflichtungen

  • für die Handelsbilanz (BilMoG)
  • für die Steuerbilanz (§ 6a EStG)
  • nach kommunalen Bewertungsvorschriften (NKF)
  • nach internationalen Bewertungsvorschriften (IFRS/US-GAAP/FRS)

Ermittlung der Beitragsbemessungsgrundlage für die Insolvenzsicherung inkl. der
Kurztestate für den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG).

Wir zeigen Ihnen auf welche Gestaltungsmöglichkeiten Sie haben.

Für den Wirtschaftsplan erstellen wir Prognosebewertungen für die Planungsrechnung.

Unser versicherungsmathematisches Gutachten beinhaltet die u.a. die folgenden Angaben:
  • Kurzbeschreibung der zu bewertenden Versorgungsverpflichtungen (Fehlbetrag)
  • Bewertungsannahmen und Berechnungsdurchführung
  • Berechnungsergebnis – Handelsbilanz (Erfüllungsbetrag, Zinsaufwand, Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB)
  • Berechnungsergebnis – Steuerbilanz (steuerlicher Teilwert)Ermittlung der Bemessungsgrundlage für die Insolvenzsicherung – Kurztestat für den Pensionssicherungsverein
  • Beschreibung der Vertragsgrundlagen und der allgemeinen Bilanzierungsgrundsätze
  • Darstellung der verwendeten Formeln
  • Ergebnisse (Zusammenstellung, Einzelnachweis)
  • Informationen zu Verteilungsbeträgen bei der Nutzung von Bilanzierungswahlrechten