Versorgungsausgleich in der bAV

Beratung & Betreuung beim Versorgungsausgleich

In Deutschland wurden 2017 fast 40 % aller Ehen geschieden. Die durchschnittliche Ehedauer beträgt 15 Jahre, wobei 17,5 % der Ehen erst nach mehr als 25 Jahren geschieden werden. Durchschnittlich waren 2017 die Männer bei ihrer Scheidung 46 Jahre und 10 Monate alt und die Frauen 3 Jahre jünger (43 Jahre und 9 Monate).

Scheidungen haben auch Auswirkungen auf die betriebliche Altersversorgung. Durch das Versorgungsausgleichsgesetz (VersAusglG) ist seit dem 1. September 2009 das Versorgungsausgleichsrecht neu geregelt worden. Der im Gesetz vorgesehene Halbteilungsgrundsatz räumt der internen Teilung den Vorrang ein, § 10 VersAusglG. Es wird jedes Versorgungsanrecht innerhalb seines Systems (gesetzliche Rentenversicherung, bAV, private Vorsorge) geteilt.

Hierdurch erhält im Scheidungsfall der betriebsfremde Ehepartner einen eigenen Anspruch auf Altersversorgung gegen den Arbeitgeber des geschiedenen (Arbeitnehmer-)Ehepartners in Höhe des hälftigen ehezeitlichen Ausgleichswertes. Der Arbeitgeber muss somit auch diesen Anspruchsberechtigten in sein System der bAV aufnehmen. Der Arbeitgeber bzw. Versorgungsträger hat dabei gewisse Gestaltungsspielräume, so kann er den zugesagten Risikoschutz bei der ausgleichsberechtigten Person unter bestimmten Annahmen einschränken oder unter den Voraussetzungen der §§ 14, 17 VersAusglG die externe Teilung durchführen.

Durch das VersAusglG sind aber auch die Anforderungen an die Auskunftspflicht des Versorgungsträgers gemäß § 4 VersAusglG und § 220 FamFG gestiegen. Darüber hinaus muss der Versorgungsträger dem Familiengericht nach § 5 Abs. 3 VersAusglG einen Vorschlag zur Bestimmung des Ausgleichswertes unterbreiten.

Wir bieten Ihnen verschieden Dienstleistungen zur Abwicklung von Versorgungsausgleichsfällen in Ihrem Unternehmen und unterstützen Sie bei Ihren Aufgaben als Prozessbeteiligter Arbeitgeber bzw. Versorgungsträger im Versorgungsausgleichsverfahren.

  • Anhand der individuellen Daten und den vereinbarten Versorgungsleistungen ermitteln wir – ggf. auf Basis einer Teilungsordnung – die notwendigen Werte für das Familiengericht (Ausgleichswert) und stellen diese in einer abgestimmten nachvollziehbaren Form dar.
  • Wir unterstützen Sie bei Erstellung der einzureichenden Unterlagen.
  • Nach dem Beschluss des Familiengerichts überprüfen wir die ergangene Rechtsprechung.
  • Wir bestimmen auf der Grundlage des Beschlusses die abzuleitenden Anrechte für die ausgleichsberechtigte Person und die ausgleichspflichtige Person und zeigen die bilanziellen Auswirkungen auf.

Als Rentenberater mit Erlaubnis nach § 10 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 RDG können wir Ihnen auch im Bereich des Versorgungsausgleichs eine kompetente und fundierte Rechtsberatung bieten.

  • Verfahrensbeteiligte beim Versorgungsausgleichsverfahren sind auch die Versorgungsträger, also ggf. Sie als Arbeitgeber oder der von Ihnen beauftragte Träger. Sie haben somit eine Mitwirkungs- und Auskunftspflicht gegenüber dem Familiengericht. Wir beraten Sie zu den daraus erwachsenden Aufgaben.
  • Im Hinblick auf die Abwicklung eines Versorgungsausgleichs haben Sie als Verfahrensbeteiligter durchaus Gestaltungsspielräume. Wir helfen Ihnen, diese auszuloten und eine sinnvolle Umsetzung für Ihr Unternehmen zu finden.
  • Wir empfehlen die Erstellung einer Teilungsordnung, also eines Regelwerks, um die beabsichtigte Handhabung eines Versorgungsausgleichs zu dokumentieren. Diese Teilungsordnung dient dem Zweck, den Gleichbehandlungsgrundsatz zu wahren und einem Dritten – z.B. dem Familiengericht – die Handhabung des Versorgungsausgleichs in Ihrem Unternehmen zu verdeutlichen.
  • Das Familiengericht entscheidet durch Beschluss. Dieser Beschluss hat Rechtskraft und somit direkte Auswirkungen auf Ihre Kosten und sollte deshalb innerhalb der Einspruchsfrist überprüft werden. Die Überprüfung der Rechtsprechung und Prüfung der Auswirkungen können wir übernehmen und Sie somit entlasten.
  • Im Falle eines Versorgungsausgleichs obliegt es dem Versorgungsträger, dem Familiengericht einen Vorschlag für die Bestimmung des Ausgleichswerts und, falls es sich dabei nicht um einen Kapitalwert handelt, für einen korrespondierenden Kapitalwert nach § 47 VersAusglG zu unterbreiten.
  • Bei Rentenzusagen ist es dabei regelmäßig erforderlich, einen korrespondierenden Kapitalwert und insoweit einen Barwert unter Zugrundelegung versicherungsmathematischer Grundsätze zu ermitteln.
  • Die GBG-Consulting für betriebliche Altersversorgung GmbH verfügt über die erforderliche versicherungsmathematische Expertise und bietet Ihnen die entsprechenden Dienstleistungen an.
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